Dieser Beitrag behandelt ein Thema, mit dem sicherlich nur einzelne Leser:Innen in Resonanz gehen werden. Vermutlich sind besonders solche betroffen, deren Eltern der Generation angehören, die im 2. Weltkrieg Kinder waren. Hast Du schon von Kriegskindern und Kriegsenkeln gehört und bist selbst möglicherweise Kriegsenkel:In? Dann weißt Du vielleicht auch um die transgenerationale Weitergabe unverarbeiteter Traumata. Kriegskinder geben sie über Marker auf den Genen weiter an ihre eigenen Kinder, also beispielsweise an Dich. Und Dir ist bekannt, dass Deine Eltern aufgrund ihrer unverarbeiteten Traumata seltsame Verhaltensweise an den Tag legen. Eventuell hast Du an emotionaler Unterversorgung gelitten. Auch das Drama kann eine Traumafolgestörung sein. Es ist gekennzeichnet durch einen hohen Erregungszustand, oft gekoppelt mit Gefühlen der Angst und Sorge, dass jederzeit etwas Schlimmes geschehen kann. Genauso war es ja auch in den auslösenden Gegebenheiten zu Kriegs- und Nachkriegszeiten: immer war da die Angst vor einer Katastrophe, die Angst vor dem Tod, Verlust naher Angehöriger, Verlust der Heimat, Verlust von Besitz, Nahrung, usw.. Und das geschah über einen längeren Zeitraum. Das Nervensystem war komplett überfordert und konnte sich auch nach der Kriegs- und Nachkriegszeit nicht regenerieren.